Die Zeitschrift für urbane Intelligenz

Editorial #6: Oli Schramm

Der klassische Journalismus lebt vom gedruckten Wort. Ein Privileg, das es zu achten und zu ehren gilt.

Sie finden uns weder auf Facebook noch auf anderen Foren der «sozialen» elektronischen Korrespondenz. Verzicht für einmal als Preis für den Besitz von Bewusstsein. Sie halten das Resultat unserer Denk- und Schreibprozesse in Ihren Händen, schauen auf bedrucktes Papier und nicht ins ökumenische Licht von Flach- oder anderen Bildschirmen.
Und wenn wir schon bei der Vergangenheit sind: Früher kaufte man bloss etwas zu essen. Heute gibt man beim Einkauf ein Bekenntnis ab, zu Tierwohl, Umweltschutz oder genossenschaftlichen Ideen. Wolfgang Bortlik schreibt im Beitrag «Erst die Moral» über das Absurde im Menschen, über den Versuch eines Ablasshandels: Das von der Globalisierung gescha?digte Umweltgewissen des Konsumenten lässt sich durch Kauf und Verzehr von regionalem Gemüse und sogenannt glücklichem Getier beruhigen. Ein trauriges Kompendium egoistischer Auswüchse. Nie war es einfacher, ein guter Mensch zu sein.

Das Böse hingegen steckt in winzigen bunten Kügelchen. Der Sporthistoriker und Journalist Walter Aeschimann führt den Leser in die Welt des Dopings und zurück in die Fünfzigerjahre des letzten Jahrhunderts. Dianabol, die Nahrung für den Schwerathleten, ein synthetisches, dafür regionales Produkt.

Sie sehen also, die Lektüre dieses Magazins ist nicht nur unterhaltsam, sondern auch bildend. Aber seien Sie vorsichtig: Nach den Reichen legen sie immer zuerst die Intellektuellen um.

Oliver Schramm
Head «Cycling Dandys Zurich»
dandy@dandymagazine.ch


Tages-Anzeiger berichtet:

Download: ta_20150713_0_0_18-2.pdf
#6 Juni 2015




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Bezugsquellen

Das Heft liegt Gratis auf bei: El Lokal, Buchhandlung sec 52, Amboss Puls 5, Jamarico, RecRec, mad Hairstyling, Total Bar, Bar 63.




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Cycling Dandy Tribune

Editorial #5: Oli Schramm

Aus dem „Dandy Magazine“ wurde die „Cycling Dandy Tribune“. Alte und neue Ideen in neuem Format. Man kann uns also eine gewisse Sentimentalität unterstellen. Denn gerne blicken wir auch auf Zeiten zurück, in denen Zeitunglesen noch Erbauung und Unterhaltung versprach.

Heute sind die meisten Print- und digitalen Medien in Abhängigkeit von Quote und Kapital dem Mainstream, der Beliebigkeit und der Schlagzeile verschrieben. Als periodisch erscheinende Schrift mit nicht kommerziellem Hintergrund wollen wir dem Leser eine andere Art von Journalismus bieten. Prosa und Lyrik finden in dieser Ausgabe ebenso eine Plattform wie Satire, Dokumentation und kritische Texte. Grosser Dank gilt wie immer den Autoren und Autorinnen sowie unseren Grafikern, Korrekturlesern, Fotografen und Webdesignern, die uns überaus grosszügig und selbstlos unterstützen. Und natürlich unseren Werbepartnern. Ohne sie alle wäre weder das „Dandy Magazine“ noch die vorliegende Zeitung realisierbar gewesen. Für Kritik und Anregungen bleiben wir natürlich immer offen und freuen uns auf Ihr Feedback. Wir wünschen Ihnen viel Spass bei der Lektüre.

Möge unsere flamboyante Zeitverschwendung auch weiterhin die entsprechende Würdigung erfahren.

Oliver Schramm
Head Cycling Dandys Zurich

Zeitung als PDF herunterladen:

Download: cdt.pdf
#5 März 2012




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Letzte Ausgabe des Magazines

Editorial #4: Oli Schramm

Auf uns warten andere, neue Aufgaben, denn es gibt noch viel zu tun. Wir erlauben uns deshalb, im Beitrag «Wir waren Könige» unserer eigenen Vergangenheit kurz zu huldigen.

Geschwindigkeit ist eine Endzeitdroge. Der wir uns bewusst enthalten haben. Unser Magazin brauchte stets Zeit, und Zeit ist laut Heraklit relativ oder nach Neil Young einfach nur ein Witz. Uns treibt also anderes an. Das egoistische Ziel des Amüsements als Melange mit der Alchemie der Veränderung bestimmt seit ewig unseren hehren Kampf gegen eigene Genügsamkeit. Gegen die anderer kommen wir nicht an. Das ist auch gut so, denn denken alle gleich, haben alle nichts zu sagen.

Profitgier und überhöhte Löhne sind eine andere Droge der heutigen Zeit. Freilich fahren auch wir satte, aber nicht monetäre Boni ein. Freiheit, gutes Denken und gute Kommunikation. Dies, unser Grundkapital, in Kopf und Nerven gespeichert, ergo ertragreich umgesetzt in Wort, Schrift und Tat. Dies in einer Zeit notabene, wo viele Mitbürger und die eine Partei Freiheit über privaten Waffenbesitz definieren! Eine komfortable Situation, fürwahr. Discite moniti!

Möge unsere flamboyante Zeitverschwendung auch in Zukunft die entsprechende Würdigung erfahren.

Oliver Schramm
Head "Cycling Dandys Zurich"

#4 Mai 2011





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Spielplatz mit Explosionen

krimikon.de / von Jan Fischer

Das Schweizer Dandy-Magazin ist zum Eingehen verurteilt - bis dahin aber macht es Spaß

Jeder Mensch braucht einen Spielplatz. Auch Journalisten. Man kann ja auch schon mal bekloppt davon werden, wenn einem ständig jemand erzählt, ein Artikel müsse nach dem "Schema der umgekehrten Pyramide" aufgebaut sein, damit hinten problemlos weggekürzt werden kann, außerdem müssten alle W-Fragen im ersten Absatz beantwortet werden. Stilistische Experimente? weiter lesen auf krimikon.de

# 10.02.2011



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Tristesse Politique

Editorial #3: Oli Schramm

Die Polittristesse, ausgelöst durch Partei- und Wirtschaftsschergen ohne jegliches Format und Fortune, lässt auch das Dandy Magazine nicht unberührt.

Mit spitzer Feder rechnet der weitsichtige Damniago Cunego in seinem selbstkritischen Essay «Patriotische Staatsfeinde» mit dem Status Quo Politiciensis, ergo der Realität ab, vergisst dabei aber nicht eigene Unzulänglichkeiten, wahrlich eine seltene Gabe.

Fritz Senn, Sammler von Ehrendoktortiteln, James-Joyce-Fachmann und Theoretiker der Ochlokinetik, jener fröhlichen "Wissenschaft vom Menschen als einem Wesen, das den anderen grundsätzlich im Weg steht", philosophiert auf höchstem Niveau über das "Nachlachen", ein gesellschaftliches und mediales Phänomen, bei dem einem das Lachen förmlich vergeht.

Der Journalist und Radsportler Walter Aeschimann übt sich in einer Fortsetzungsgeschichte in fundamentaler Sportsystemkritik. Ein heikles Thema, siegt doch auch hierzulande oft falscher Patriotismus über Fairness, Ehre, Anstand und Ethik in einer globalen Unterhaltungsmaschinerie mit von Medien geschaffenen Idolen jeglicher Couleur.

Wissenschaft gilt gemeinhin als geschlossene Veranstaltung. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Der Artikel "Bergankunft" zeigt, dass Darwins Urenkel durchaus volksnah und süffig argumentieren können.

Sie sehen also, die Lektüre des "Dandy Magazine" bildet, weil

Cave quicquam dicas, nisi quod scieris optime.

Oliver Schramm
Head "Cycling Dandys Zurich"

#3 Juli 2010





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CD "La Chanson du Buchenegg"

Oliver Schramm

Ab sofort in beschränkter Auflage hier erhältlich.

produziert von "Cycling Dandys Zurich", ein Syndikat aus gemeinhin bekannten subtilen Grossintellektuellen und facettenreichen Frohnaturen, dis iratis natus. Schönschwätzer, Künstler, Schlaumeier, Beaus, Schöntrinker, Schriftsteller und, natürlich, Radsportgrössen.

Düde Dürst: Drums
Dino Meier: Bass
Phil Zeman Guitar
Duke Amrein: Guitar
Cycling Dandys: Vocals

Die CD ist, wie im internationalen Kunstmarkt üblich, nur in beschränkter Auflage für CHF 10.- erhältlich.





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Kreise schliessen sich, und irgendwann nimmt alles seinen Anfang.

Editorial #2: Oli Schramm

Anfangs der 80er-Jahre des letzten Jahrhunderts, die Jahre, in denen die Stadt Zürich kraft ihrer über ein Jahrzehnt revoltierenden Jugend eine erfrischende Veränderung vollzog, traf ich den Tonangeber, Kulturator und Spielgestalter Beda Senn.

Der Sohn des Ehrendoktors und Gründers der James Joyce Stiftung und
gleichnamigen Museums sollte meinem Leben entscheidende Impulse in Richtung alternativer Kunst und Kultur geben, ein Initiator also. Nun, über 20 Jahre später, schreibt Beda Senn zum ersten Mal für unser Magazin über seine Impressionen des von ihm gegründeten und getriebenen Literaturfestivals im Maderanertal. Was uns sehr freut und den angesprochenen Kreis schliesst.

Hans Peter Künzler ist ein weiterer bekannter Autor, der zu uns gestossen ist. Düsi, wie er allgemein genannt wird, lebt und arbeitet in London, wo er zuletzt eine weit beachtete Michael-Jackson-Biografie veröffentlicht hat, die praktisch zeitgleich mit dem Tod des selbsternannten "King of Pop" erschien.
Diese zwei Autoren, wie auch alle anderen, stellen ihre Arbeiten dem
"Dandy Magazin" kostenlos zur Verfügung. Anders wäre unsere flamboyante Zeitverschwendung nicht zu finanzieren, denn, wie der Zürcher "Tages Anzeiger" in einem ganzseitigen Interview mit meiner Person titelte: "Ein echter Dandy hat nie Geld."

An dieser Stelle allen Autoren, Autorinnen, Fotografen, Layoutern und natürlich auch Ihnen, geschätzte Leserinnen und Leser, herzlichen Dank. Die Geschichte geht weiter.

Und zuletzt: Unlängst deklarierte eine grosse Schweizer Zeitung Roger Köppel als einen der bedeutendsten Intellektuellen des Landes. Übergeht dabei aber stante pede unsere hochkarätige Aperorunde in schierer Rufnähe des Verlagshauses, wo
sich täglich die wahre Intelligenzia dieses Landes trifft. Der Think Tank der Nation.

Um mit Lucius Annaeus Seneca zu enden:
Turpe est aliud loqui aliud sentire.

Oliver Schramm
Head "Cycling Dandys Zurich"

#2 Dezember 2009





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Der Erfolg der Pilotausgabe gibt uns Recht

Editorial #1: Oli Schramm

Dieses Land braucht uns und unsere Doktrin der Eleganz, der Originalität und edlen Gesinnung.

Viele Leser sehen im «Dandy Magazine» nicht zuletzt ein Medium, ein selten gewordenes Bedürfnis zu stillen, nämlich die Trivialität zu bekämpfen. Die zahlreichen von grossen Emotionen geprägten Mails zeugen davon: Der in der Nullnummer beschriebene moderne Dandysm scheint dem einen oder der anderen Leserin den Weg zum eigenen inneren Dandy geebnet zu haben.

Der Dandysm ist nämlich nicht, wie viele Leute von geringer Überlegungskraft zu glauben scheinen, eine unmäßige Liebe zur Toilette und zur materiellen Eleganz – diese Dinge sind für den vollkommenen Dandy nur ein Symbol der aristokratischen Überlegenheit seines Geistes. In all seinen Exzessen steckt Kraft, in seinem Wahnwitz Grösse, wie schon Beaudelaire richtig erkannte.

Der Dandy ist in erster Linie ein Freigeist, ein Quer- und Vordenker. So trägt ein grosser Teil der Menschheit freies Gedankengut im Gefängnis des eigenen Geistes mit sich rum, und die meisten zerbrechen an dieser schweren Bürde.

Mut heisst das Gebot der Stunde, öffnet die geistige Inklusion. Der Dandysm ist damit auch der letzte Ausbruch von Heroismus in der kleptokratischnepotistischen Niedergangsepoche, in der wir uns wieder einmal befinden. Für die vorliegende Ausgabe konnte der Kreis der dem freien Journalistentum verpflichteten Autorinnen und Autoren erweitert werden.

Das Magazin wächst stetig –und mit ihm auch der Kreis der gemeinen Leserschaft. Auch wenn die Wonnen der Planung noch jegliche Vollendung übertreffen.

Möge unsere flamboyante Zeitverschwendung weiterhin die entsprechende Würdigung erfahren.

Oliver Schramm
Head «Cycling Dandys Zurich»

#1 April 2009





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Pilotnummer des Dandy Magazine

Editorial #0: Oli Schramm

Der Begriff Dandy kam Mitte des 18., Anfang des 19. Jahrhunderts auf und bezeichnet "junge Leute, die in auffälliger Kleidung Kirche oder Jahrmarkt besuchen".

Im Gegensatz zum Maccaroni, der die Mode südlicher Länder nachzuahmen sucht, zum Beau oder zum deutschen Pendant, dem Stutzer, verabscheut der Dandy alles Grelle, Laute, Parfümierte. Er kultiviert seine Kleidung, sein Auftreten, auch Witz und Bonmot.

Die originelle, aber jederzeit passende elegante Kleidung zum Sport (Zeitvertreib), in unserem Falle dem Radsport, kombiniert mit den formvollendeten Manieren eines Gentleman, wird zum einzigen Lebenszweck erhoben. Gloria al ciclismo! Der Dandy Oscar Wild'scher Prägung ist ein typisches Phänomen des «fin de siècle». Den Sinn, den er im Leben vermisst, kompensiert der Dandy durch die Form, die er seinem Selbst gibt - durch narzisstische Inszenierung. Er stilisiert sich zum Décadent und geniesst das Gefühl, damit zur Avantgarde zu gehören.

Doch auch das Dandytum unterliegt dem Wandel der Zeit. Vom dichtenden Oscar Wilde über den Viehzüchter und singenden Bankier Verköstiger Dieter Meier hin zu den «Cycling Dandys Zurich». Der korrekte Plural Dandies wurde dabei bewusst zugunsten einer impressionistisch-anachronistischen Schreibweise vermieden, womit sämtlichen Schlaumeiereien der Riegel vorgeschoben wäre.
Die vorliegende Erstausgabe des «Dandy Magazine» gibt dem gemeinen Leser die seltene und einmalige Gelegenheit, wenigstens voyeuristisch am Leben, Schaffen und den Interessen der «Cycling Dandys Zurich» und befreundeten Journalisten teilzunehmen. Dank erhellenden Essays begreift der Leser so hoffentlich eine ihm noch völlig unbekannte neue Welt, geprägt von Anstand und Würde.

Möge unsere flamboyante Zeitverschwendung die entsprechende Würdigung erfahren.

Oliver Schramm
Head «Cycling Dandys Zurich»

#0 Dezember 2008





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#0 zum Anfassen...




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# Impressum

Herausgeber: Cycling Dandys Zurich, Dandy Magazine
Leitung Redaktion: Martin Müller, Oliver Schramm
Autoren: Felix Traber, Walter Aeschimann, Kerstin Treydte, Benjamin Breitbild, Ricco Bilger, Kristin T. Schnider, Dr. Benedikt Hyde, Sophie Schneider, Dino Meier, Luciano Camnago, Jean-Luc Papin, Paul Weixler, Buis Luñuel, Mr. Fluessig, Philippe Amrein, Guido Grimm, Michèle Roten, Lilly Zach
Fotos: Christian Schwarz, Alain Kaiser, Kerstin Treydte, Mo Bridge, Luciano Camnago, Christian Wimmer, Archive
Collagen: Paul Weixler, Kunsträuberei flagranti
Design, Art Direction & Illustration: The Moser Team for www.tengounaidea.es
Grafik: Dino Meier, Dinografix
Web: Ste Ungureanu, .pixeldev - webdesign and development.

*Dandy Magazine is a bimonthly publication of the Cycling Dandys Zurich. Any reproduction of the magazine or part of it is only allowed under permission of the publisher. Dandy Magazine is not responsible for the content of the articles written by the contributors.



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